Ey, RTL, versau mir mein Lieblingsgenre nicht.

Ich liebe Tanzfilme und Tanzshows abgöttisch. Wäre ich nochmal 13 oder so, würde ich mein Herz in die Hand nehmen und versuchen, Tänzerin zu werden. Und deshalb bin ich umso enttäuschter, was RTL mit seinem neuen Tanzformat „Dance Dance Dance“ angerichtet hat. Das Format kurz erklärt: Mehr oder weniger prominente Duos (Mutter-Tochter, Paare, DSDS-Kollegen, Fernsehköche…) tanzen um die Wette. Anders als bei von mir geliebten „Let’s Dance“ werden hier jedoch keine Standard- und Lateinamerikanischen Tänze eingeübt, sondern Musikvideo- und -fim-Choreografien. WAS IN MEINEM KOPF SO UNGEFÄHR DAS BESTE DER WELT IST. In Realität leider nicht. In Realität schäm ich mich in Dauerschleife fremd. Billige Ramschkulisse (lasst es doch, wenn ihr es euch nicht leisten könnt), ebenso billige Kostüme, ein fades Moderationsduo (hätte nie gedacht, dass ich Jan Köppen mal so unsympathisch finden würde), espritlose, demotivierte Kandidaten (Dabei ist es mir tendenziell egal, dass hier Grinsebachelor Leonard, Van der Vaart-Ex Sabia und Familie Katzenberger zum dröfltausendsten Mal recycelt werden.) UND DANN DIE JURY.

Da gibt es einen exotischen Profitänzer, den keiner kennt und der mich mit seiner ununterbrochenen guten Laune und Positivität wahnsinnig macht. Dafür sind aber seine Haare schön. Dann Sophia Thomalla, die ja schon in Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, dass sie nicht die Hellste ist, und deren einzige Qualifikation darin besteht, „Let’s Dance“ gewonnen zu haben. Dafür ist sie aber schön. Und schließlich DJ Bobo, der vermutlich den Jury-Bösewicht mimen soll und dabei mit seinen unerfüllbar hohen Ansprüchen aber einfach nur dumm und fehlplatziert rüberkommt. Dafür sind aber… Nee, da ist nix Schönes dran.

Der Schnitt macht alles noch schlimmer. „Dance Dance Dance“ wird nämlich nicht live gesendet, das Publikum wird ausnahmsweise mal nicht mit Telefon- und SMS-Votings abgezockt – aber genau dieser getaktete Schnitt, mit den pseudo-natürlichen Jury-Gesprächsschnipseln zwischen den Auftritten, setzt der Kackumsetzung eines guten Konzepts die Krone auf und nimmt dem Format die letzte Chance, wenigstens ein bisschen sympathisch zu wirken. (Jaja, das ist wegen Bühnenumbau und dem monatelangen Training nötig. Trotzdem kacke.)

Langweilig, unspektakulär, unangenehm, billig, doof – und ich bin wirklich nicht für meine hohen Ansprüche bekannt. Dann lieber einen Dirty Dancing-Grease-Honey-Step Up-Save the last dance-Filmmarathon und von einem anderen Leben träumen.

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