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Mein Körper, der Anti-Tempel

„I love food more than I love people“ ist ein von mir oft genutzter Hashtag. Doch die Wahrheit ist: Beide machen mir Probleme. (mehr …)

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Ich wollte Dinge.

Früher wollte ich Dinge. Die richtigen Dinge. Antworten auf Fragen. Ziele für Wege. Erklärungen für Taten. Gründe für Verhalten.

Und jetzt? Sind all die Wut und Träume, all die Forderungen und Wünsche, all das Verlangen und Streben einem großen EGAL gewichen. Statt wie besinnunglos einer eindeutigen Lösung nachzurennen, gebe ich mich mit „Ja, aber…“ zufrieden und nehme die kleinsten Kleinigkeiten kampflos mit einem resignierten „Immerhin“ schulterzuckend hin, feiere diese Nicht-Erfolge, als hätte ich 20 Erdnüsse mit dem Mund aufgefangen, als gerade keiner hinschaute. Sinnlos, trivial, egal.

Und am Ende staut sich das ganze Egal an, wächst zu einem hässlichen Kackhaufen heran, den man permanent am Hacken kleben hat und der sich stinkend durch das Leben zieht. Denn seien wir ehrlich: Egal ist eigentlich fast nichts. Selbst die Wahl meiner Nudelsoße ist wichtig (Tomate macht immer Flecken, Sahnesoße sorgt für ekliges Foodkoma). Es ist nur einfacher, wenn man sich weigert, die richtigen Dinge zu wollen.  Ob das eine Dauerlösung ist? Eigentlich egal.

Je ne regrette rien: Guilty Pleasure ESC

Seit ich lange wach bleiben darf (also so seit ich 10 bin vielleicht), guck ich intensiv, bewusst und ohne Scham jedes Jahr den Eurovision Song Contest (der damals natürlich noch diesen verdammt fancy französischen Namen trug). Ich mag Pop, ich mag Absurditäten, ich mag die gehässigen Kommentare von Peter Urban (nicht verwandt oder verschwägert) – ich mag das ganze Ding. Was ich nicht mag: meistens die Gewinner. Meine Favoriten gewinnen nie. Deshalb hier eine kleine Ehrerweisung an alle, die mein Herz kurzfristig erobert haben (und mich vor Schadenfreude haben lachen lassen. Ehre, wem Ehre gebührt).

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