Leben

Mein Körper, der Anti-Tempel

„I love food more than I love people“ ist ein von mir oft genutzter Hashtag. Doch die Wahrheit ist: Beide machen mir Probleme. (mehr …)

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Ich wollte Dinge.

Früher wollte ich Dinge. Die richtigen Dinge. Antworten auf Fragen. Ziele für Wege. Erklärungen für Taten. Gründe für Verhalten.

Und jetzt? Sind all die Wut und Träume, all die Forderungen und Wünsche, all das Verlangen und Streben einem großen EGAL gewichen. Statt wie besinnunglos einer eindeutigen Lösung nachzurennen, gebe ich mich mit „Ja, aber…“ zufrieden und nehme die kleinsten Kleinigkeiten kampflos mit einem resignierten „Immerhin“ schulterzuckend hin, feiere diese Nicht-Erfolge, als hätte ich 20 Erdnüsse mit dem Mund aufgefangen, als gerade keiner hinschaute. Sinnlos, trivial, egal.

Und am Ende staut sich das ganze Egal an, wächst zu einem hässlichen Kackhaufen heran, den man permanent am Hacken kleben hat und der sich stinkend durch das Leben zieht. Denn seien wir ehrlich: Egal ist eigentlich fast nichts. Selbst die Wahl meiner Nudelsoße ist wichtig (Tomate macht immer Flecken, Sahnesoße sorgt für ekliges Foodkoma). Es ist nur einfacher, wenn man sich weigert, die richtigen Dinge zu wollen.  Ob das eine Dauerlösung ist? Eigentlich egal.

„Why don’t you do something?“ (Britney Spears)

Eine Mitgliedschaft im Sportverein und ein Zeitschriften-Abo als Stellvertreter für ein Lebensproblem:
Ist das Scheitern noch ein Scheitern, wenn man es bewusst herbeiführt und akzeptiert? So wie absichtlich beim Mensch-ärgere-dich-nicht zu verlieren? Ist es Selbstbetrug zu sagen „Hey, für mich ist das vollkommen okay, dass das hier nicht funktioniert“? Weil es nie okay ist, wenn Dinge nicht funktionieren? Oder wie? Oder was? (mehr …)

Ein Viertel voll – drei Viertel leer?

Früher war alles besser, da hat man „als die Kinder aus dem Haus waren“, eine anständige Midlife-Crisis bekommen, hat sich einen jungen Lover gesucht oder ist einer Hippiesekte beigetreten oder fing an, verrückte Dinge zu sammeln. Und irgendwann war dann gut und man konnte in Ruhe sein Rentnerdasein genießen. Aber nein, wir, die Generation Y oder eher Y not, muss sich ja alles aneignen und früher und besser machen. (mehr …)